Nach der Entstehung verschiedener Schriftsysteme beschäftigte sich die Wahlpflichtfachgruppe „Begabtenförderung Deutsch“ auch intensiv mit der Brailleschrift.
Diese Tastschrift, entwickelt vom Franzosen Louis Braille im 19. Jahrhundert, ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen das Lesen und Schreiben durch ertastbare Punktmuster. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Braille selbst als Jugendlicher begann, ein eigenes System zu entwickeln, das aus sechs Punkten besteht und alle Buchstaben, Zahlen und Zeichen darstellen kann.
Besonders beeindruckend war für die Gruppe, wie anspruchsvoll es ist, Braille zu ertasten und korrekt zu lesen. Nach einer Einführung in das Braille-Alphabet konnten die Lernenden eine echte Braille-Schreibmaschine ausprobieren. Jede und jeder durfte den eigenen Namen in Brailleschrift stanzen und anschließend erfühlen.
Durch den direkten Umgang mit der Schrift wurde deutlich, welche große Bedeutung sie für Menschen hat, die ohne optische Zeichen auskommen müssen. Die Begegnung mit Braille zeigte den Jugendlichen wie wichtig Barrierefreiheit und inklusive Kommunikation sind.







