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Workshop zur Inklusion und Vielfalt an unserer Schule

Am 25.02.2025 fand an unserer Schule ein besonderer Workshop zum Thema Inklusion und Vielfalt statt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Herausforderungen und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen näherzubringen. Durch verschiedene praktische Übungen konnten die Jugendlichen selbst erleben, welche Hürden es im Alltag gibt und wie wichtig Barrierefreiheit und gegenseitige Rücksichtnahme sind.

Erfahrungen mit dem Blindenstock

Eine der Stationen ermöglichte es den Jugendlichen, sich mit einem Blindenstock fortzubewegen. Mit verbundenen Augen sollten sie sich im Raum orientieren und Hindernisse ertasten. Viele stellten schnell fest, wie sehr man sich auf das Gehör und den Tastsinn verlassen muss, wenn die Augen nicht zur Verfügung stehen.

Unterwegs im Rollstuhl

Eine weitere Übung bestand darin, mit einem Rollstuhl eine Tür zu öffnen und hindurchzufahren. Was zunächst einfach schien, erwies sich für viele als echte Herausforderung. Die Schülerinnen und Schüler merkten, wie schwierig es sein kann, eine Tür zu erreichen, sie aufzudrücken und gleichzeitig den Rollstuhl zu bewegen. Diese Erfahrung sensibilisierte sie für die Bedeutung von barrierefreien Zugängen.

Sinneserfahrungen mit Tasten und Riechen

Besonders spannend war auch die Station, bei der die Teilnehmenden mit verbundenen Augen verschiedene Gegenstände ertasten und Gerüche erraten mussten. Dadurch wurde ihnen bewusst, wie intensiv sich die Wahrnehmung verändert, wenn der Sehsinn wegfällt, und wie wichtig andere Sinne in der Orientierung und im Alltag sind.

Lippenlesen und Gebärdensprache

Ein weiteres Highlight war die Station zum Thema Gehörlosigkeit. Die Jugendlichen probierten aus, nur durch Lippenlesen zu verstehen, was ihr Gegenüber sagte – eine Aufgabe, die sich als überraschend schwierig erwies. Außerdem bekamen sie eine Einführung in die Gebärdensprache, bei der sie einfache Wörter und Sätze mit den Händen ausdrückten. Dies verdeutlichte, wie wichtig nonverbale Kommunikation für viele Menschen ist und wie hilfreich es sein kann, auch als Hörende einige Grundkenntnisse in Gebärdensprache zu haben.

Das Gefühl von Ausgeschlossensein spielerisch erleben

Um das Thema soziale Ausgrenzung erfahrbar zu machen, wurde eine Übung durchgeführt, bei der einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewusst von einer Gruppenaufgabe ausgeschlossen wurden. Anschließend wurde reflektiert, wie sich dies anfühlte und welche Strategien es gibt, um Ausgrenzung zu verhindern. Viele berichteten, dass sie sich hilflos oder frustriert gefühlt hätten – ein wichtiger Denkanstoß für mehr Empathie im Alltag.

Fazit des Workshops

Der Workshop war für alle eine lehrreiche und beeindruckende Erfahrung. Die Jugendlichen konnten sich in die Lage von Menschen mit Einschränkungen versetzen und ein besseres Verständnis für deren Alltag entwickeln. Am Ende wurde gemeinsam über Möglichkeiten diskutiert, wie man im Schulalltag mehr auf Inklusion achten kann. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch, sich künftig noch mehr für Barrierefreiheit und gegenseitige Unterstützung einzusetzen.

Dieser Workshop hat gezeigt, dass Inklusion nicht nur ein Konzept, sondern eine gemeinschaftliche Aufgabe ist, bei der jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann.